Das neue Ausbildungszentrum NK2 bringt die Binnenschifffahrt auf ein höheres Niveau

NK2_Gebäude

Antwerpen - 3. Oktober 2025 - Das brandneue NK2-Schulungszentrum im Hafen von Antwerpen wurde heute offiziell eröffnet. Das Zentrum soll zum Referenzpunkt für die Ausbildung in der Binnenschifffahrt werden und bietet eine einzigartige Mischung aus Hightech-Simulatoren, praktischen Bereichen und flexiblen Lernlösungen.

Ein Hightech-Drehkreuz für den Sektor

Das Zentrum vereint nicht weniger als acht fortschrittliche Simulatoren: zwei Full Mission-Brücken (360° und 240°), vier Radarsimulatoren, einen Fernsteuerungssimulator und als Sahnehäubchen einen Anlegesimulator im Freien - eine absolute Premiere in Flandern. Damit können sowohl Anfänger als auch erfahrene Profis Navigation, Radarsegeln und wichtige Manöver wie Anlegen und Festmachen ohne Risiko üben.

"Dies ist nicht nur ein weiteres Gebäude oder eine weitere Investition. Dies ist ein wichtiger Meilenstein für die Zukunft unserer Mobilität, unserer Wirtschaft und unserer Klimaziele", sagte die flämische Mobilitätsministerin Annick De Ridder bei der Eröffnung.

Antworten auf dringende Herausforderungen

Die Binnenschifffahrt spielt eine Schlüsselrolle, wenn es darum geht, den Verkehr nachhaltiger zu gestalten, steht aber gleichzeitig vor großen Herausforderungen: eine alternde Erwerbsbevölkerung, zu wenig Nachwuchs und längere Qualifizierungswege aufgrund der europäischen Vorschriften. NK2 will darauf eine schlagkräftige Antwort geben, indem es die Ausbildung schneller, sicherer und kosteneffizienter macht.

Nach Ansicht von Jacques Kerkhof, dem Vorsitzenden des Fonds für die Rhein- und Binnenschifffahrt (FRB), ist die Rolle des Zentrums von wesentlicher Bedeutung: "Die Binnenschifffahrt ist das entscheidende Bindeglied zur Ökologisierung und die einzige wirkliche Lösung für unsere Stauprobleme."

Flexibel und zugänglich

NK2 stellt seine Infrastruktur und seine eigenen Ausbilder Schulen, Unternehmen, Branchenorganisationen und Schulungszentren zur Verfügung. Das Zentrum arbeitet mit einem flexiblen Buchungssystem: Schulungskurse können halbtags, abends oder am Wochenende gebucht werden. Das macht die Kurse praktisch für eine Vielzahl von Terminen.

Auch die Zusammenarbeit ist breit gefächert. NK2 ist in Schipperswelzijn integriert und arbeitet unter anderem eng mit der Antwerp Maritime Academy, BRABO, VDAB und CVO zusammen. Mit der Zeit wird das Zentrum auch als offizielles Prüfungszentrum fungieren.

Investition in die Zukunft

Mit einer Investition von mehr als 2 Millionen Euro, finanziert durch europäische und flämische Unterstützung, ergänzt durch die Eigenmittel von FRB, positioniert sich NK2 als das Schulungszentrum, in dem Technologie, Sicherheit und Nachhaltigkeit zusammenkommen.

"Mit diesem Projekt wollen wir die Binnenschifffahrt wieder auf die Landkarte bringen", sagte Marc Cortebeeck, Direktor der FRB.

NK2 zielt also nicht nur darauf ab, den Zustrom von jungen Menschen, Arbeitssuchenden und Quereinsteigern zu verstärken, sondern auch die Weiterentwicklung der derzeitigen Mitarbeiter zu unterstützen. Auf diese Weise leistet das Zentrum einen aktiven Beitrag zur Verkehrsverlagerung, zur Digitalisierung und zum grünen Wandel in der Logistikbranche.

 

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